Alexander von Humboldt
KOSMOS
Entwurf einer physischen Weltbeschreibung
Ediert von Ottmar Ette und Oliver Lubrich. XXXII, 944 Seiten, zweifarbig schwarz und rot
auf 80g/m² holz- und säurefreies Bücherpapier gedruckt, schöne Ausstattung, zwei Lesebänder,
in Kosmos-Leinen gebunden. Mit Berghaus-Atlas, 90 Tafeln im Original-Kolorit – im Schuber.
Folio-Format
49,95 Euro (D) / 89,00 sFr
ISBN: 9783821845494
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Während die Bibel im Supermarkt verramscht wird, ist Humboldts Gegenentwurf zur
Heiligen Schrift selbst in den größten Buchhandlungen kaum zu finden. Soviel zur
deutschen Wissensgesellschaft. Armes Deutschland! Humboldts Kosmos gehört zum
unverzichtbaren Kanon unserer Zivilisation und die Zeit ist reif, dieses Werk
wieder auf die Tagesordnung zu setzen.
Die Bedeutung des Kosmos kann nicht besser beschrieben werden als mit Humboldts
eigenen Worten: »Ich fange den Druck meines Werkes (des Werks meines Lebens) an.
Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt, alles was wir heute von
den Erscheinungen der Himmelsräume, von den Nebelsternen bis zur Geographie der
Moose auf den Granitfelsen wissen, alles in Einem Werke darzustellen, und in einem
Werke, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das Gemüth ergötzt. Jede
große und wichtige Idee, die irgendwo aufglimmt, muß neben den Thatsachen hier
verzeichnet sein.«
Der große Naturforscher und Universalgelehrte läßt Muschelverkalkungen und Sternschnuppen
vom Ursprung der Welt erzählen, berichtet von Schwarzen Löchern, fernen Kometen,
der Schönheit der Natur der Tropen und des Eismeers. Er lehrt uns das Staunen
und weckt in uns die Lust, weiter zu fragen: Wie schön wäre es doch, wenn man
mehr wüßte ...
Alexander von Humoldts populärwissenschaftlichen Kosmos-Vorlesungen, die die
Keimzelle seines großen Werkes bilden, lauschte einst halb Berlin – vom Arbeiter
bis zur Hofgesellschaft. Die Erstausgabe des Kosmos ist 1845 bis 1865 in fünf
Bänden bei Cotta in Tübingen erschienen. Sie erreichte eine Auflage von 80000,
für damalige Verhältnisse ein enormer Erfolg. Unsere Neuediton berücksichtigt
erstmals auch alle von Humboldt vorgenommenen Korrekturen und Zusätze. Für die wissenschaftliche Zuverlässigkeit bürgen zwei ausgewiesene Humboldt-Experten:
Ottmar Ette & Oliver Lubrich.